Die Kathedrale von Malaga
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Die Kathedrale von Malaga Das Tonnengewölbe der Kathedrale Das Chorgestühl der Kathedrale Buntglasfenster mit christlichen Motiven Der Kathedrale von Malaga fehlt der zweite Kirchturm Der Kirchturm ist exakt 84 Meter hoch Stolz thront die Kathedrale über der Stadt Malaga

Die Kathedrale von Malaga


Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Sonn-, Feiertag: geschlossen

Eintrittspreise:

5,- € pro Person
3,- € pro Person für Gruppen ab 10 Personen
2,- € für Personen über 65 Jahre und Studenten
0,60 € für Kinder

Kontakt

Telefon: 0034 952 215 917

Webseite: www.diocesismalaga.es

Adresse:
Calle Molina Larios s/n
29015 Malaga

Ein Bau über Jahrhunderte

Wer Malaga einmal besucht, dem wird sofort diese imposante und monumentale Kirche ins Auge fallen. Es ist die Kathedrale von Malaga und sie ist der Fleischwerdung Gottes geweiht. Nach der Eroberung Malagas durch die katholischen Könige im Jahre 1487 begann man auf den Resten einer Moschee der ehemaligen arabischen Herrscher, die Kathedrale von Malaga zu errichten. Eigentlich sollte sie, nach den Plänen ihres Architekten Diego de Siloe zwei Glockentürme besitzen, doch wegen akutem Geldmangels wurde der Bau des zweiten Glockenturms nie abgeschlossen. Deswegen wird sie von den Malaguenos "La Manquita" (die Einarmige) genannt. Insgesamt dauerte die Bauzeit der Kathedrale von Malaga von 1528 - 1782, also 254 Jahre. Aufgrund dieser langen Zeit flossen mehrere Baustile bei ihrer Errichtung ein. So kann man neben Elementen der Renaissance, die den Bau grösstenteils bestimmen, auch Spuren aus der Gotik und des Barocks erkennen. Der Nordturm der Kathedrale von Malaga ist mit 84 Meter der zweithöchste in Andalusien. Nur der Glockenturm der Giralda (Kathedrale von Sevilla) ist höher (100 Meter).

Den Besuchereingang der Kathedrale erreicht man über die Nordseite durch einen kleinen Garten mit Orangenbäumen. Nach dem Betreten der Kirche über einen Treppenaufgang mit acht Stufen (wurden erst 1954 errichtet) kommt man ins Innere der Kathedrale, welches den Prunk und Reichtum vergangener Zeiten erahnen lässt. Die Höhe und Grösse des Saales wird durch die drei Kirchenschiffe bestimmt. Alle drei haben die selbe Höhe von exakt 41,79 Meter. Die Fenster, die sich in den Seitenschiffen befinden, lassen den Saal noch grösser wirken. Die Decke besteht aus einem freihängenden Tonnengewölbe mit 23 Kuppeln, das von 46 Pfeilern getragen wird.

Meisterwerk der Bildhauerkunst

Als das wertvollste und bedeutendste Kunstwerk gilt das Chorgestühl der Kathedrale von Malaga. Der Stadtrat von Malaga sicherte sich 1633 die Dienste von Luis Ortiz de Vargas, einem Bildhauer aus Sevilla, der die Holzkonstruktion aus rotfarbenen Mahagoni konzipierte und erste Holzreliefs schuf. Fast zeitgleich begann Jose Miguel Alfaro mit der Schaffung der zwölf Apostel und einigen Heiligenfiguren, die die Chorreihen beidseitig abschliessen. Mit dem plötzlichen Tod von Jose Miguel Alfaro 1649, wurden die Arbeiten am Chorgestühl bis zum Jahre 1658 unterbrochen und erst mit der Ankunft von Pedro de Mena wieder aufgenommen. Dieser stammte aus Granada und war massgeblich an der Fertigstellung des Chorgestühls der Kathedrale von Malaga beteiligt. Während seiner 30-jährigen Schaffenszeit in Malaga, fertigte er 42 Holzfiguren mit tiefem religösen Ausdruck und Gestik, so dass er als der führende Bildhauer in der spanischen Kunstgeschichte angesehen wird. Diese Figuren werden auch in der Semana Santa öffentlich gezeigt. Pedro de Mena verstarb am 13. Oktober 1688 in seinem Haus in Malaga. Im Museum Revello de Toro kann man die Orginalwerkstatt dieses herausragenden Bildhauers besichtigen. Es liegt etwa 100 Meter von der Kathedrale von Malaga entfernt.

Über der linken und rechten Seite des Chorgestühls erheben sich die beiden Orgeln, erschaffen von Julian de la Orden zwischen 1779 und 1781. Beide Orgeln besitzen mehr als 4000 Pfeifen.

Für die Verwaltung und die Organisation religöser Veranstaltungen in der Kathedrale von Malaga ist der Domrat zuständig. Dieser wird gebildet aus Priestern, die der Diozöse von Malaga angehören, Mitgliedern der Kurie oder Kirchenvorstehern anderer Kirchengemeinden. Der Bischof von Malaga ist der Domratsvorsitzende. Alle Mitglieder des Domrats werden von ihm ernannt.

Auch die Kathedrale von Malaga kann man in einigen Spielfilmszenen sehen. So drehte Laszlo Benedek 1959 im Vorhof der Kathedrale einige Szenen des Filmes "Moment of Danger" mit Trevor Howard und Dorothy Dundrige. 2004 drehte Mary McGuckin hier Szenen des Films "The Bridge of San Luis Rey" mit Robert de Niro, Harvey Keitel und Kathy Bates.